Achill Island
Die Insel am Rand Europas, von der Johnny O'Donnell und Sarah Lambe stammen. Ein kleines Stück davon kommt mit nach Freiburg.
Die grösste Insel Irlands
Achill (irisch Acaill) liegt vor der Küste des County Mayo im Nordwesten Irlands und ist die größte Insel des Landes. Eine kurze Brücke bei Achill Sound verbindet sie mit dem Festland, und doch fühlt sie sich an wie eine andere Welt: Torfmoore, Schafe auf den Hängen, Steilküsten, die zu den höchsten Europas zählen, und ein Atlantik, der jeden Tag die Farbe wechselt.
Die Insel gehört zum Gaeltacht-Gebiet, in dem die irische Sprache noch zu Hause ist. Sie ist dünn besiedelt, und viele Familien haben Angehörige, die wie Johnny in Cork, Dublin, England oder weiter weg gelandet sind. Wer von Achill kommt, bleibt trotzdem von Achill.
Orte, die man kennen sollte
- Keem Bay: eine fast weiße Sandbucht zwischen steilen grünen Hängen, oft als einer der schönsten Strände Irlands bezeichnet. Hier wurde auch ein Teil des Films The Banshees of Inisherin gedreht.
- Croaghaun: ein Berg, der direkt ins Meer abfällt. Die Klippen gehören zu den höchsten Seeklippen Europas.
- Das verlassene Dorf am Slievemore: Steinruinen eines alten Dorfes am Berghang, ein stiller Ort über der Bucht von Dugort.
- Atlantic Drive und Kildavnet: eine Küstenstraße mit Blick auf die Clew Bay und einen Turm, der mit der Piratenkönigin Grace O'Malley in Verbindung gebracht wird.
- Keel und Dooagh: die Dörfer mit den Pubs, den Stränden und den Surfern.
Die deutsche Verbindung
Freiburger Gäste kennen Achill vielleicht schon, ohne es zu wissen: Der Schriftsteller und Nobelpreisträger Heinrich Böll verbrachte ab den 1950er Jahren viele Sommer auf der Insel, in einem Cottage bei Dugort. Sein Irisches Tagebuch hat Generationen von Deutschen nach Irland gelockt. Das Cottage ist heute ein Rückzugsort für Künstler und Schriftsteller.
Auch der Maler Paul Henry lebte jahrelang auf Achill und machte die Landschaft der Insel mit seinen Bildern von Torfhaufen, Cottages und Wolkenbergen in ganz Irland bekannt.
Was davon in den Pub kommt
Keine Postkarten-Nostalgie, sondern die Haltung: Gäste sind willkommen, wie sie sind. Ein Pint oder eine Tasse Tee, ein Platz am Feuer, und Zeit für ein Gespräch. Wenn ihr Achill kennt, erzählt es uns an der Bar. Wenn nicht, erzählt Sarah es euch.